Zur Chronik der Kolpingsfamilie
Vohburg e.V.
Im Jahre 1751 gründeten Martin Veith (Kantor)
und Franz Vogler die „Bündnisstiftung der Bürgersöhne Vohburg“
als Aloisius-Bruderschaft. Der Zweck war die Verehrung des hl. Aloisius und
die Pflege seiner Tugenden. Ein geistlicher Präses und ein weltlicher Vorstand
waren schon in frühester Zeit an der Spitze der Vereinigung. Es wurden
schulentlassene, ledige Burschen erfasst, um sie geistig und kulturell zu betreuen.
1900 wurde unter dem Vorstand Theodor Hammerschmid
die erste Fahne für 316,00 Mark angeschafft. Am 9. 9. 1900 war Fahnenweihe.
Unter Johann Hammerschmid schloss man sich 1904
als „Bürgersöhne-Verein“ dem „Bayer. Burschenverband“
an. Nach Unstimmigkeiten mit dem Präses verbot der Bischof von Regensburg
das Lesen einer Messe am Jahrtag. Durch eine Neufassung der Statuten erhielt
der Verein 1905 die Bezeichnung „Katholischer Bürgersöhneverein“.
Der 1. Weltkrieg riss große Lücken
in den Mitgliederstand. Unter Josef Pflügl sen. wurde 1926 unser Verein
dem „Deutschen Gesellenverein“ angegliedert. Er nannte sich nunmehr
„Katholischer Bürgersöhne- und Gesellenverein“, und gehörte
damit dem Kolpingsbund an. In diesem Jahr wurde die 175-Jahrfeier mit einer
wohl geglückten Aufführung des Dramas „Agnes Bernauer“ abgehalten.
Mitte der 30er Jahre verhängte das Dritte
Reich ein Vereinsverbot. Aber nach Beendigung des 2. Weltkrieges fanden sich
1945/46 unter Vorstand Ignaz Eichstätter viele Jungmänner zusammen,
die mit aus dem Krieg heimgekehrten Alt-Mitgliedern die „Kolpingsfamilie“
aufbauten. Der Verein kaufte 1958 seine 2. neue Fahne um 1000.- DM.
1976 feierte man das 225-jährige Bestehen
wiederum mit Agnes-Bernauer-Festspielen. Die 18 Aufführungen im Rathaussaal
waren ein voller Erfolg.
1999, als die Vorbereitungen für die 250-Jahrfeier
begannen, entschloss man sich, den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen.
Seitdem trägt der Verein den Namen „Kolpingsfamilie Vohburg e.V.“. |